Bad Homburg

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Wappen
Lage
Land Hessen
Landkreis Hochtaunuskreis
Nördliche Breite 50" 13" 45"
Östliche Breite 8" 36" 43"
Statistische Daten
Fläche 51,14 km²
Einwohner 51.903
(Stand 12/2006)
Ausländeranteil 17,4%
Stadtpolitik
Regierende Parteien CDU/FDP
Oberbürgermeister Ursula Jungherr (CDU)

Bad Homburg vor der Höhe ist der offizielle Name der Hauptstadt des Hochtaunuskreises, die zwischen Oberursel im Westen und Friedrichsdorf im Osten gelegen ist. Im Süden grenzt das Stadtgebiet an Frankfurt am Main. Bad Homburg gilt als vornehmes Pflaster, überhaupt zählt der Hochtaunuskreis zu einem der reichsten Landkreise Deutschlands. Mit dem Slogan "Champagnerluft und Tradition" wirbt die Stadt, die sich seit 1912 Kurstadt nennen darf, für sich.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Lage

Kartenansicht

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[bearbeiten] Stadtteile

Die Stadt Bad Homburg umfasst fünf Ortsteile. Kirdorf war 1901 die erste aller umliegenden Gemeinden, die in Stadt eingegliedert wurden, gefolgt von Ober-Eschbach im Jahr 1937. Dornholzhausen, Ober-Erlenbach und Ober-Eschbach verloren erst im Zuge neuer Grenzänderungsverträge von 1972 ihre Selbstständigkeit.

In drei der fünf Stadtteile bestehen Ortsbeiräte, die die Interessen des jeweiligen Gebietes gegenüber der gesamtgemeindlichen Verwaltung vertreten. Gonzenheim und Kirdorf, die zwar historische Stadtgebiete, jedoch keine Ortsbezirke nach der Hauptsatzung der Stadt Bad Homburg bilden, beschäftigen infolgedessen keine eigenen Gemeindevertretungen.

[bearbeiten] Gliederung

[bearbeiten] Partnerstädte

Städtepartnerschaften hält Bad Homburg mit folgenden Städten:

  • Bad Mondorf (Luxemburg); seit 1956
  • Cabourg (Frankreich); seit 1956
  • Chur (Schweiz); seit 1956
  • Dubrovnik (Kroatien); seit 2002
  • Greiz (Deutschland) (nicht urkundlich)
  • Exeter (England); seit 1965
  • Marienbad (Tschechien); seit 1991
  • Mayrhofen (Österreich); seit 1956
  • Peterhof (Russland); seit 1994
  • Terracina (Italien); seit 1956


[bearbeiten] Kultur

[bearbeiten] Veranstaltungen

Seit 1935 wird alljährlich zum ersten Septemberwochenende das Laternenfest in der Homburger Innenstadt ausgerichtet. Rund 160 Stände stehen entlang der Louisenstraße über den Kurhausvorplatz bis zur Dietigheimer Straße und dem angrenzenden Festplatz, auf dem sich die Fahrgeschäfte sammeln. Das traditionsreiche Volksfest zählt mit durchschnittlich rund 500.000 Besuchern zu den größten Heimatfesten Hessens.

Die Bad Homburger Musiknacht wird seit 2004 von der Aktionsgemeinschaft e.V. Bad Homburg ausgerichtet. Bis zu 30 DJs und Live-Bands unterhalten in ebenso vielen Lokalen mit ihrem musikalischen Spektrum von Rock, Funk und Pop über Blues, Soul und Jazz bis hin zu Folk. Die Besucher erhalten mit einmaliger Eintrittszahlung über ein bändchen Zutritt zu allen teilnehmenden Locations.

Der Bad Homburger Sommer ist eine Veranstaltungsreihe, die jedes Jahr während der hessischen Sommerferien von der Kur- und Kongress GmbH ausgerichtet wird. Das zweiwöchige Event bietet eine Vielzahl kostenfreier Attraktionen in Sachen Kunst, Kultur und Spaß - alles live und im Freien.

Seit 1998 wird unregelmäßigen Abständen die Bad Homburger Montgolfiade am vorletzten Augustwochenende veranstaltet. Das Ballonfestival zu Ehren der ehemaligen Berufsluftschiffern Käthchen Paulus bietet mit kulinarisches und musikalisches Rahmenprogramm rund um das Thema Heißluftballone. Das Festival fand zuletzt im Jahr 2006 statt.

Das Bad Homburger Weinfest wird seit 1986 alljährlich an einem Wochenende Im Mai auf der Louisenstraße veranstaltet.

[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten

Ansicht des Bad Homburger Schlosses (mit Turm) und seines angrenzenden Teiches.
Ansicht des Bad Homburger Schlosses (mit Turm) und seines angrenzenden Teiches.

Das Wahrzeichen der Stadt, das Schloss Bad Homburg, wurde 1680 anstelle einer mittelalterlichen Burg in Auftrag der Landgrafen von Hessen-Homburg erbaut. Nach 1866 diente das Schloss vor allem als Sommerresidenz der preußischen Könige und deutschen Kaiser; zuletzt für Kaiser Wilhelm II, der das Schloss bis 1918 als nutzte. Die Innenräume des Schlosses beherbergen Raumkunst vom Barock bis zur Kaiserzeit, darunter auch Kunstschätze vom 17. bis 19. Jahrhundert.

Die angrenzende Erlöserkirche wurde Anfang des 20. Jahrhunderts nach Plänen von Max Spitta und Franz Schwechten erbaut und dient bis heute als evangelische Hauptkirche der Stadt. Das Gebäude, deren Stilsich an die bysantinische Kunst und die deutsche Hochromanik anlehnt, zählt zu den besterhaltenen Bad Homburger Bauobjekten seine Zeit.

Gegenüber der Kirche befindet sich das nach Isaak von Sinclair benannte Sinclair-Haus. Das durch die in Bad Homburg ansässige ALTANA AG erworbene und restaurierte Gebäude beinhaltet seit seiner Neueröffnung im Mai 1982 Ausstellungsräumlichkeiten mit Kunstwerken des 20. und 21. Jahrhunderts. Das ehemals als Lust- und Jagdschloss erbaute Gotische Haus nahe Dornholzhausen beherbergt heute indess das Bad Homburger Stadtarchiv sowie ein Museum, das sich mit der Geschichte der Stadt und der Landgrafschaft bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges auseinander setzt.

Der Kurpark nahe der Innenstadt gehört mit 44 Hektar Land zu den größten Parkanlagen Deutschlands. Der englische Landschaftsgarten, der sich zum großen Teil aus einheimischen, aber auch exotischen Gehölzen aus Nordamerika und Asien zusammensetzt, wurde ab 1854 angelegt und beinhaltet im Zentrum neben einer Brunnenallee das historische Kaiser-Wilhelms-Bad und das bekannte Brunnensälchen, in dem die Spielbank untergebracht ist. Weitere Bauten und Einrichtungen sind die bis heute als Gotteshaus dienende Russische Kirche von 1896 sowie die beide siamesischen Thai-Salas aus den Jahren 1907 und 2007.

[bearbeiten] Museen

Eine Reihe von Museen in Bad Homburg vermittelt den Besuchern Wissen und Wissenswertes über die Stadt und die Geschichte der Region.

[bearbeiten] Freizeitangebote

Foto: Taunus-Therme Bad Homburg
Foto: Taunus-Therme Bad Homburg
Die Stadt verfügt über zwei Schwimmbäder: Das am Rande des Kurparks gelegene Seedammbad, ein auf 36.000 Quadratmeter angelegtes Erlebnisbad, sowie die Taunus-Therme, die 1988 eröffnet wurde.

Die Bad Homburger Spielbank wurde 1841 von den Zwillingsbrüder François und Louis Blanc eröffnet und bezeichnet sich selbst als "Mutter" des Spielcasinos Monte Carlo bezeichnet.

[bearbeiten] Geschichte

Die Louisenstraße in Bad Homburg
Die Louisenstraße in Bad Homburg

Im Lorscher Codex verzeichnete man im Jahre 782 den ersten Eintrag über Bad Homburg. Die heutige Stadt ging ursprünglich aus der Gemeinde Dietigheim („Villa Tiedenheim“), einem im Tal gelegenen Bachuferdorf, hervor, auf dessen Gemarkung Wortwin von Hohenberch im 13. Jahrhundert eine Ritterburg erbaut ließ, die man "Hohenberch" taufte. Aus dem Namen der Burg, von der heute noch der Weiße Turm erhalten ist, entwickelte sich auch der spätere Name der Stadt.

Nach Bau der Burg Hohenberch entstand die Homburger Altstadt, die höher als Dietigheim gelegen war. Hier siedelten sich vor allem Handwerker und Bedienstete der Burg an, während Dietigheim zunächst als Bauerndorf erhalten blieb und im Zuge der Erlangung der Stadtrechte durch Kaiser Ludwig IV. mit Homburg verschmolz. 1486 verkaufte Gottfried X. von Eppstein die Stadt und ihre angrenzenden Siedlungen für 19.000 Gulden an Graf Philipp I. von Hanau, der Homburg 1504 wiederum an die Landgrafschaft Hessen verlor. Mit Trennung der Grafschaft nach Tod des Grafen fielen Burg, Amt und Stadt Homburg an Hessen-Darmstadt, 1622 an deren Nebenlinie Hessen-Homburg, unter deren Herrschaft mitunter das Bad Homburger Schloss als auch die Siedlung Dornholzhausen und das nahegelegene Friedrichsdorf enstanden. Mit Tode des Landgrafen Ferdinand wurde Homburg 1866 in Folge des Preußisch-Österreichischen Kriegs zur Proovinz Hessen-Nassau. Ein Jahr später ordnete man das Stadtamt dem neugeschaffenen Obertaunuskreis zu.

Die glanzvolle Zeit Homburgs begann Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Industriellen Francois Blanc, der das alte Kurhaus und die Quellen ausbaute - und das Spielcasino verwirklichte. Bald darauf wurde Homburg zum illustren Ort, an dem sich der Adel traf. Kaiser Wilhelm II. weilte zwischen 1870 und 1914 gleich zwei Mal jährlich zur Kur auf seiner Sommerresidenz. Den Namenszusatz „Bad“ erhielt der Ort erst mit Zustimmung des Kaisers im November 1912 in der Absicht, die Stadt als Bade- und Kurort im In- und Ausland weiter bekannt zu machen.

[bearbeiten] Persönlichkeiten

[bearbeiten] Literatur

  • Heiek Latka: Der Taunus. Streifzug durch das hessische Mittelgebirge. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN: 3-7973-0723-3: Societätsverlag, Frankfurt am Main 2007
  • Barbara Dölemeyer, Ulrich Hummel, Johannes Latsch, Walter Söhnlein, Knut Thomsen, Gerta Walsh: Aufbruch – Tradition – Wachstum 1948–1990. Societätsverlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN: 978–3–7973–1048–4 (Geschichte der Stadt Bad Homburg vor der Höhe, Bd. 5, hrsg. v. Magistrat der Stadt Bad Homburg vor der Höhe).

[bearbeiten] Links

www.bad-homburg.de Seite der Stadt Bad Homburg

www.taunuszeitung.de Seite der Taunuszeitung

www.rhein-main.net Veranstaltungskalender für Bad Homburg

Das Wetter in Bad Homburg

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