Beselich

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Beselich wurde am 31.12.1970 durch freiwilligen Zusammenschluss der ehemals selbstständigen Orte Obertiefenbach, Niedertiefenbach, Schupbach und Heckholzhausen gegründet und hatte im Jahre 2008 rund 5.800 Einwohner. Zwischen den Ballungsgebieten Rhein-Main und Rhein-Ruhr gelegen, verfügt Beselich über eine gute Verkehrsanbindung. Über die durch das Gemeindegebiet verlaufende Bundstraße 49 lassen sich schnell die Städte Limburg an der Lahn, Gießen und Wetzlar sowie die Bundesautobahn A3 und der ICE Bahnhof Limburg erreichen.

[bearbeiten] Geografische Lage

Kartenansicht

[bearbeiten] Geschichte

Die Klosterruine heute. Quelle: Stadt Beselich
Die Klosterruine heute. Quelle: Stadt Beselich
Den Namen „Beselich“ (Basilica) trug das Kloster der Prämonstratenserinnen auf dem Beselicher Kopf, das 1163 von Bischof Hillin von Trier gegründet wurde, nachdem zuvor bereits Gottfried von Beselich dort eine kleine Kirche nebst einem zehntfreien Hof errichtet hatte. Rund 400 Jahre war das Kloster kultureller und religiöser Mittelpunkt der umliegenden Ortschaften, bis es Anfang des 17. Jahrhunderts zerfiel.

Die Ruine der Basilika, die auch Ausgangspunkt für landschaftlich attraktive Wanderwege ist, kann bis heute auf dem «Beselicher Kop» (294 m NN) besichtigt werden. In unmittelbarer Nähe der Ruine befindet sich die weithin bekannte Wallfahrtskapelle „Beselich“, die von dem Franziskanereremiten Leonhard Niederstraßen 1763 erbaut und 1767 auf den Namen „Maria Hilf“ und die 14 Nothelfer geweiht wurde. Neben der Klosterruine ist die Kapelle auch heute noch Ziel von Wallfahrten aus der Region.

  • Der Ortsteil Obertiefenbach wurde erstmals 1234 erwähnt. Nach den Befreiungskriegen kam Obertiefenbach zum Herzogtum Nassau. Von einem Aufschwung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeugen der Rathausbau, der Schulbau und der Kirchenneubau.

Zentraler Punkt des Ortskerns ist bis heute die alles überragende katholische Kirche St. Ägidius, aus dem Jahr 1888.

  • Der Ortsteil Schupbach findet erstmals im Jahr 1276 in den Urkunden des Klosters Beselich Erwähnung. Der bis heute erhaltene älteste Teil der evangelischen Kirche, der Turm, wurde als reiner Wehrturm im romanischen Stil Anfang des 11. Jahrhunderts erbaut. Im 19. Jahrhundert erlebte Schupbach einen Aufschwung durch den Abbau von Bodenschätzen und den Betrieb eines Hüttenwerks. Schupbacher Marmor - schwarz mit weißen Adern - war bereits seit der Barockzeit bekannt und fand häufig Verwendung. Auch heute kann der Marmor noch in bedeutenden Gebäuden wie dem Empire State Building (USA) bewundert werden. Einen wesentlichen Anteil am Aufschwung der beiden Orte Schupbach und Heckholzhausen hatte die um 1880 erbaute Kerkerbachbahn, die 80 Jahre lang Güter aus dem Westerwald ins Lahntal beförderte.
  • Heckholzhausen wird erstmals 879 erwähnt. Heckholzhausen war ab 1709 im Besitz des Marktrechtes. Oster-, Pfingst- und Herbstmärkte wurden im Wechsel mit der Ortschaft Schupbach abgehalten. Später ging das Marktrecht an die Nachbargemeinde Lahr über. Lange Jahrhunderte hindurch landwirtschaftlich geprägt, leitete der Fund von Phosphorieden 1875 und Braunsteinlagern 1880 eine neue Entwicklung ein. Ein Basaltwerk und die Kerkerbachbahn verstärkten die wirtschaftliche Bedeutung des Ortes, die bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts anhielt.
  • Niedertiefenbach bestand schon vor der Beselicher Klostergründung, lässt sich jedoch nicht eindeutig datieren. Dass der Ort bereits um 1000 bestand, beweist eine Schenkungsurkunde aus dem Jahre 1003.

[bearbeiten] Links

www.beselich.de Seite der Stadt Beselich

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