Carl Friedrich Emil von Ibell

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Grabstein Carl Friedrich Emil von Ibells neben der Dorfkirche Unterliederbach
Grabstein Carl Friedrich Emil von Ibells neben der Dorfkirche Unterliederbach
Carl Friedrich Emil von Ibell (1780-1834) war als nassauischer Beamter im Raum des heutigen Frankfurts tätig. Als Verwaltungsjurist gestaltete er im Auftrag des Herzogs von Nassau-Usingen die Entwicklung der Region mit. Am 6. Oktober 1834 starb Ibell in Bad Homburg und wurde in Unterliederbach beerdigt. Neben ihm ruht sein Sohn Dr. med Rudolf von Ibell (1814–1864). Begraben wurde er nahe der Dorfkirche Unterliederbach, wo noch heute ein Grabstein an ihn erinnert.

[bearbeiten] Lebensweg

Carl Friedrich Emil von Ibell, auch Karl von Ibell genannt, wurde am 29. Oktober 1780 in Taunusstein-Wehen geboren.

Ab dem Jahr 1803 war Friedrich Emil von Ibell als Verwaltungsjurist für das Herzogtum Nassau-Usingen tätig. Er entwickelte unter anderem ein zentrale, gemeinsame und effiziente Verwaltung für das Militär- und Rechtswesen, die Gesundheitsfürsorge und den Verkehr.

Nachdem von Ibell 1814 maßgeblich an der Entwicklung der Nassauer Verfassung beteiligt war, wurde er 1815 Präsident der Herzoglich-Nassauischen Landesregierung und damit der dritte Mann im Staat, nach dem Staatsminister und dem Regenten.

Im Jahr 1818 konnte er den Zusammenschluss der Lutherischen und der Reformierten Kirche zur Evangelischen Union veranlassen.

1821 wurde der Jurist aus den Diensten Nassaus entlassen und arbeitete dann als Regierungspräsident in der Landgrafschaft Homburg.

Der Adelstitel wurde Ibell von König Friedrich von Preußen verliehen, für sein energisches Verhandeln bei der Gründung des deutschen Zollvereins 1830.

[bearbeiten] Bedeutung für Unterliederbach

Im heutigen Frankfurter Stadtteil erhielt er vom Herzog ein Landgut als Geschenk, vom dem heute Graubners Villa erhalten ist. Ibell richtete eine Sonntagsschule für Jugendliche ein, in der Schönschreiben, Rechnen und Landvermessung gelehrt wurden. In Briefen schrieb er von "seinem lieben Unterliederbach" als Ort, den er gerne zur Erholung aufsuche.

In Unterliederbach sind die Karl-von-Ibell-Schule und die Ibellstraße nach ihm benannt. Bis heute wird in Unterliederbach respektvoll der Ausdruck "Wie zu Ibells Zeiten" genutzt.

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