Europaviertel
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Das Europaviertel ist ein städtebauliches Projekt, das auf dem Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs des Frankfurter Stadtteils Gallus umgesetzt werden soll.Nach der Schließung der Bahnanlagen 1996 wurde das Gelände von der Deutschen Bahn an die Aurelis Asset GmbH und die Vivico Real Estate GmbH verkauft. Das Areal hat eine Größe von fast 90 Hektar. Das Quartier umfasst einschließlich weiterer Randflächen insgesamt 145 Hektar. Bis in die Jahre 2014-2019 soll hier ein neues Stadtviertel mit Büros, Hotels, Wohnungen, Einkaufs- und Freizeitangeboten entstehen. Während im östlichen Teil des Neubaugebiets bereits Hotels, Wohnungen und Büros entstehen, beginnt die Entwicklung im Abschnitt östlich der Emser Brücke erst langsam. Auf dem 67 Hektar großen Areal sind mehrere kleinere Hochhäuser vorgesehen. Nach den bisherigen Plänen sollen auf zwei Drittel der Fläche Büros und auf einem Drittel hochwertige Wohnungen entstehen. (Stand: 2/2010)
Gemeinsam mit dem angrenzenden Wohngebiet Rebstock soll das Europaviertel ein zwischen Messe Frankfurt und Hauptbahnhof liegendes „Band der Moderne“ bilden.
Optischer Blickfang - so die städtebauliche Planung - könnte ein über 350 Meter hoher Wolkenkratzer am Ostrand des Areals werden. Die Nutzung ist vorrangig gewerblich, mit abnehmender Tendenz nach Westen. Insgesamt sind ca. 70 Prozent Büro, Gewerbe und Dienstleistung geplant und 30 Prozent für Wohnnutzung vorgesehen. Nach Fertigstellung sollen im Europaviertel rund 10.000 Menschen arbeiten und 3.000 Menschen wohnen.
Den Rahmenplan für das neue Quartier erstellte das Frankfurter Planungsbüro Albert Speer & Partner (AS&P).
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[bearbeiten] Konzept des Rahmenplans
Rückgrat der Planung ist die 60 m breite, begrünte Europaallee, die aus dem Europaviertel-Ost kommend auch das westliche Planungsgebiet strukturiert. Nördlich und südlich wird die boulevardartige Straße von einer siebengeschossigen, geschlossenen Blockrandbebauung gefasst. Die nördliche Bebauung übernimmt dabei gleichzeitig die Aufgabe, den Erweiterungsflächen der Messe einen stadträumlichen Abschluss zu geben und somit die Messehallen besser in den Stadtraum einzubinden. Die Europaallee soll von ihrem Beginn am Güterplatz bis zur Einmündung in die Straße Am Römerhof gestalterisch einen einheitlichen Charakter erhalten.In der Mitte des westlichen Plangebietes taucht die Europaallee auf einer Strecke von nunmehr 400 Metern in einen Straßentunnel ab. Oberhalb des Tunnels soll ein in Ost-West-Richtung orientierter, ca. 6 ha großer Park – der Europagarten - angelegt werden. Zwei jeweils ca. 60 m breite und 170 m lange Grünverbindungen verbinden den Park einerseits nach Süden mit dem Gallusviertel, andererseits nach Norden mit dem Rebstockpark und bilden den Lückenschluss einer Grünverbindung der Innenstadt mit dem Naherholungsraum der Nidda.
Für den Europagarten soll ein landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb durchgeführt werden. Rund um den Park sollen vier Wohnquartiere mit insgesamt ca. 2.000 Wohneinheiten entstehen. Diese Nutzung wird erst durch den Bau des Straßentunnels und im westlichen Bereich durch den Bau allee-begleitender Gewerbebauten ermöglicht, da hierdurch die neu geplante Wohnbebauung vom Lärm des Verkehrs der Europaallee abgeschirmt werden kann.Nordwestlich des Europagartens ist eine neue Grundschule für das Europaviertel geplant, die von allen neu geplanten Wohnbereichen gleich gut erreichbar sein wird. In jedem der vier großen Wohnbauabschnitte ist ein Standort für eine neue Kindertagesstätte vorgesehen. Die öffentliche Erschließung soll zukünftig über eine unterirdische Stadtbahn mit 4 Haltepunkten parallel zur Europaallee erfolgen.
[bearbeiten] Tunnel
Nach der gegenwärtigen Beschlusslage ist vorgesehen das Europaviertel über eine (zumindest bis zum Europagarten) unterirdisch geführte Verlängerung der U-Bahnlinie U5 zum Messeparkhaus zu erschließen. Die geplante Trasse zweigt an der Station Hauptbahnhof von der Strecke ab, verläuft durch die derzeitige Wendeanlage und erreicht dann an der Station Güterplatz das Europaviertel. Die Strecke folgt danach dem Straßenverlauf der Europa-Allee und hat weitere Stationen an der Emser Brücke, an der Hattersheimer Straße und am Europagarten.
Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) will Anfang 2010 endlich die geplante Verlängerung der U-Bahn-Linie 5 ins Europaviertel fertig planen. So ist Lage und Größe des parallel zur U-Bahn verlaufenden Straßentunnels im Westen des neuen Stadtviertels noch unklar. Anfang Februar 2010 stellen der Grundstückseigentümer Aurelis und Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) die aktuellen Pläne vor.
Nach Informationen der Frankfurter Neue Presse soll der Tunnel, in dem der Europa-Allee unter dem fast sieben Hektar großen Park hindurchgeführt wird, noch einmal verkleinert werden. Bereits vor sechs Jahren hatten Aurelis und die Stadt aktualisierte Pläne für das westliche Europaviertel präsentiert. Damals wurde die Länge des vierspurigen Straßentunnels von 800 auf 400 Meter halbiert. Denn verschärfte Sicherheitsauflagen hatten die Kosten auf 55 Millionen Euro explodieren lassen. Durch die Verkürzung sollten 23 Millionen für das Projekt ausreichen. Doch auch dieser Betrag ist den Investoren offenbar zu hoch. Durch eine Reduzierung auf zwei Fahrspuren sollen die Kosten auf rund 13 Millionen Euro gedrückt werden. Notfalls könnte später eine zweite Röhre dazu gebaut werden.
Im weiteren Verlauf nach Osten bis zum Güterplatz ist der Europa-Allee vierspurig. Dennoch halten Verkehrsexperten der Beratungsgesellschaft Schüssler-Plan einen zweispurigen Tunnel für ausreichend. Denn sie rechnen nicht damit, dass die neue Allee für Autofahrer eine attraktive Route in die City ist, da die Kreuzung am Güterplatz ein Nadelöhr darstellt. Außerdem ist derzeit noch offen, ob die Allee im Westen einen direkten Anschluss an die A 5 erhalten kann.
Unabhängig davon gilt die Route über Theodor-Heuss-Allee und Friedrich-Ebert-Anlage als schnellere Verbindung von der Autobahn in die Innenstadt. Die Straße ist im östlichen Teil des Europaviertels bereits fertiggestellt.
Bis zum ersten Quartal 2011 soll die Europa-Allee, die von Aurelis „Boulevard“ genannt wird, an den Stadtgarten herangeführt und die nördliche Umrandung des Parks fertiggestellt werden. Gleichzeitig will Aurelis mit den Arbeiten am sechs Hektar großen Europagarten beginnen, der das Zentrum des westlichen Europaviertels bildet.
[bearbeiten] Link
- www.stadtplanungsamt-frankfurt.de Weitere Infos zu Frankfurter Städtebau-Projekten
[bearbeiten] Lage
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