Freilichtmuseum Hessenpark
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Das 1974 in Neu-Anspach im Taunus gegründete zentrale hessische Freilichtmuseum Hessenpark ist ein Erlebnis der dörflichen Vergangenheit.
Die Anlage besteht aus über 100 andernorts abgetragenen Fachwerkhäusern, vom nordhessischen Gutshof, einem mittelhessischen Tagelöhnerhaus bis zum südhessischen Wirtshaus. Besucher des Freilichtmuseums können so die ländliche Entwicklung Hessens der letzten 400 Jahre auf einer Fläche von 65 Hektar besichtigen und dabei das frühere Dorfleben und die Arbeitsweise unserer Vorfahren miterleben. Dabei ist der Park bis zum heutigen Tag nicht vollendet. Zahlreiche Originalgebäude sind noch gelagert und warten darauf, im Hessenpark wieder errichtet zu werden.
Im Hessenpark finden zudem verschiedene Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene statt, auch Ausstellungen werden hier regelmäßig organisiert. Im Oktober 2009 wurde durch einen Vertrag zwischen der Polytechnischen Gesellschaft in Frankfurt und dem Freilichtmuseum das Atelierstipendium im Freilichtmuseum Hessenpark ins Leben gerufen.
Bis zu seinem Ausscheiden am 31. August 2008 war Joachim Renz der Geschäftführer des Hessenparks. Danach war diese Stelle fast ein Jahr lang vakant. Zum 15. Juli 2009 übernahm der Geograph Jens Scheller die Leitung des Freilichtmuseums.
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[bearbeiten] Erlebniswelt Hessenpark
Der Hessenpark fasziniert nicht nur durch seine wunderschönen Fachwerkhäuser und seine einmalige Landschaft, er zeigt auch das hessische Alltagsleben vor rund 400 Jahren. So können Besucher des Parks das ländliche Leben und die Arbeit unserer Vorfahren erleben und zahlreiche Vorführungen von Handwerk und Landwirtschaft in ihrer originalen Umgebung beobachten. Hier erlebt man den Bäcker beim Brotbacken, den Wagner bei der Arbeit am Rad, den Schmied mit seinem Amboss und vieles mehr. Der Besuch im Hessenpark vermittelt aber auch einen Eindruck von den baulichen, sozialen und wirtschaftlichen Gefügen vergangener Zeiten. Natürlich darf die Tierwelt im Hessenpark nicht fehlen, so schauen Ziegen neugierig über Zäune, Enten und Gänse schnattern um die Wette, begleitet vom Gegrunze der Hausschweine.
[bearbeiten] Hartig-Walderlebnispfad
Am 19. April 2010, dem Tag des Waldes, wurde der Hartig-Walderlebnispfad im Hessenpark eingeweiht. Der Namensgeber des Pfades, Georg Ludwig Hartig (1764-1837), entwickelte ein Konzept, nach dem der Wald so bewirtschaftet wird, dass nicht nur die gegenwärtige, sondern auch die nachfolgenden Generationen noch etwas davon haben.
An den ersten drei Stationen des Erlebnispfades können die Besucher den Niederwald, den Hochwald und den Mischwald erfahren. Erfahren deshalb, weil die Organisatoren, neben Infotafeln zum Lesen auch dafür gesorgt haben, dass man dazu selbst aktiv werden kann. Zum Beispiel mit Holz umschichten oder sägen, oder indem man an einer Art Xylophon nicht nur die Beschaffenheit von einzelnen Baumarten, sondern auch deren Klang bewundern kann. Schaut man genauer hin, entdeckt man überall Attrappen von heimischen Tieren.
Im Jahr 2011 sollten weitere neun Stationen fertiggestellt sein. Finanziell unterstützt wird das Projekt auch von der Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung.
[bearbeiten] Angebote und Veranstaltungen im Hessenpark
Für die kleinen Hessenparkbesucher (Kindergarten, 1. und 2. Schuljahr) werden verschiedene Projekte angeboten. Da wären beispielsweise die Projekte „Lehmbau“ oder „Puppen-Theater-Werkstatt“, an denen die Kleinen teilnehmen können. Ebenso gehören Familien- (Thema: Tiere auf dem Bauernhof) oder Thementage wie der beliebte Märchentag fest zum Programm des Hessenparks. Bauernmärkte und Sonderausstellungen von Gemälden sowie Fotoausstellungen gehören ebenfalls zum Angebot des Parks.
Private Feste wie Familienfeiern, Seminare oder Events jeglicher Art werden individuell auf Kundenwunsch betreut. Selbst eine kirchliche oder standesamtlich Hochzeit macht der Hessenpark möglich. Um Hungrige und Durstige kümmert sich das „Wirthshaus zum Adler“ mit typisch hessischen Spezialitäten.
[bearbeiten] Pflanzenmarkt im Hessenpark
Seit dem Jahr 2006 wird zweimal im Jahr ein Pflanzenmarkt auf dem Marktplatz des Museumsdorfes Hessenpark veranstaltet. Der Pflanzenmarkt findet immer Anfang Mai und Anfang September über ein Wochenende hinweg statt, zahlreiche Aussteller reisen dafür an.
Neben eine Vielzahl an Pflanzen (beim Frühlings-Pflanzenmarkt 2010 waren es über 20.000) werden auf dem Markt auch Gartenwerkzeuge sowie Terrassen- und Balkondekorationen angeboten. Organisiert wird der Pflanzenmarkt im Hessenpark vom Hessischen Gärtnereiverbandl.
Link: www.hgverband.de Seite des Hessischen Gärtnereiverbandes
[bearbeiten] Öffnungszeiten
Der Hessenpark und seine Häuser sind vom 1. März bis zum 31. Oktober von 9 bis 18 Uhr geöffnet, Einlass ist bis 17 Uhr. Vom 1. bis zum 30 November sind der Park und seine Häuser von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Einlass ist bis 16 Uhr. Vom 1. Dezember bis zum 28. Februar sind die Häuser geschlossen, der Park ist jedoch von 10 bis 17 Uhr zum Spazierengehen geöffnet, Einlass ist bis 16 Uhr. Führungen sind auf Anfrage auch nach dem 30. November möglich, der Marktplatz mit seinen Geschäften und Ausstellungen ist ganzjährig geöffnet (Stand: November 2009).
[bearbeiten] Bilanz 2009
Rund 195 000 Besucher konnte der Hessenpark 2009 verzeichnen. Das sind 15 000 mehr als 2008 – ein Zuwachs von 8,34 Prozent. Besonders an den Wochenenden kamen viele, was das Freilichtmuseum auch auf die zahlreichen Veranstaltungen wie Museumstheater, Ernte- und Apfelfest, Märchentag oder Pflanzenmarkt zurückführt.
[bearbeiten] Lage und Adresse
Freilichtmuseum Hessenpark, Laubweg 5, 61267 Neu-Anspach
Kartenansicht
[bearbeiten] Links
www.hessenpark.de Seite des Freilichtmuseums Hessenpark
