Limburger Dom

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Die Westfront des Limburger Doms mit dem Hauptportal. Foto: Stadt Limburg
Die Westfront des Limburger Doms mit dem Hauptportal. Foto: Stadt Limburg
Der Limburger Dom ist eine der Sehenswürdigkeit der Stadt an der Lahn schlechthin. Er ist dem Heiligen Georg geweiht und wird deshalb auch Georgsdom genannt. Er ist als beispielhaftes Bauwerk der Spätromanik international bekannt.


[bearbeiten] Geografische Lage

Kartenansicht

[bearbeiten] Geschichte

Blick auf den St. Georgsdom von der Lahn aus. Foto: Stadt Limburg
Blick auf den St. Georgsdom von der Lahn aus. Foto: Stadt Limburg
Wann genau in Limburg die erste Kirche gebaut worden ist, ist derzeit nicht zu klären, weil es Hinweise darauf gibt, dass Erzbischof Hetti von Trier (814–847) bereits eine dem Hl. Georg geweihte Kirche in Limburg habe errichten lassen. Allerdings haben sich bis heute weder Überreste dieses Sakralbaus finden lassen, noch kann man die Existenz dieser Kirche anhand von Urkunden belegen. Deshalb ist sich die Forschung nicht schlüssig, ob es bereits im 9. Jahrhundert eine Kirche in Limburg gab.

In der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts dürfte allerdings mit dem Bau einer Stiftskirche begonnen worden sein, die durch die entsprechende Schenkungsurkunde nachgewiesen ist. Sie wurde von König Ludwig dem Kind 910 ausgestellt und benennt den Gaugrafen des Niederlahngaus Konrad Kurzbold als Stiftsherren. Den Grundriss dieser frühen Kirche kann man noch heute im Langhaus des Domes nachvollziehen.


[bearbeiten] Architektur

Der Limburger Dom ist eine dreischiffige Basilika. Durch die lange Entstehungsgeschichte vereinen sich in ihm spätromanische und frühgotische Elemente. Trotzdem ist er eindeutig der Romanik zuzuschreiben. Inklusive der Vorhalle im Westen und des halbrunden Chores im Osten misst der Bau 54,5 Meter in der Länge und 35,4 Meter in der Breite. Gekrönt wird der Dom von sieben Türmen. Die Doppeltürme im Westen sind 37 Meter hoch und geben der Kirche zusammen mit dem großen Radfenster, das von acht Rosetten gekränzt wird, ihr unverwechselbares Aussehen. Überragt werden sie von dem 66 Meter hohen Vierungsturm. Auch der mehrfarbige Putz macht den Georgsdom unverwechselbar. Allerdings trägt er diese Farbpracht erst wieder seit die Renovierungsarbeiten 1972 fertiggestellt wurden, bei denen der Originalzustand der Farben wiederhergestellt worden ist. Zuvor war der Dom steinfarben. Der Innenraum ist relativ schlicht gestaltet und wird von dem sehr hohen Mittelschiff dominiert.

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