Ledermuseum Offenbach
Aus Rhein-Main-Wiki - Das Online-Lexikon für Rhein-Main
Das Deutsche Ledermuseum in Offenbach erinnert daran, dass die Stadt in unmittelbarer Nachbarschaf zu Frankfurt bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts das Zentrum der deutschen Lederindustrie war. Auch die Internationale Lederwaren-Messe findet aus diesem Grund seit 1949 regelmäßig in Offenbach statt.
Das 1917 gegründete Deutsche Ledermuseum in Offenbach ist von seiner Konzeption her ein in Deutschland einmaliges Museum. Es vereinigt drei Museen unter einem Dach. Es ist einerseits das größte Schuhmuseum Europas mit Exponaten rund um das Thema Fußbekleidung aus vier Jahrtausenden, es ist aber auch ein Museum für Angewandte Kunst mit dem Schwerpunkt „Leder” und ein ethnologisches Museum.
Neben seinen Dauerausstellungen zeigt das Ledermuseum regelmäßig auch Wechselausstellungen zu unterschiedlichen Themen, die der Konzeption des Museums verwandt sind.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Die Exponate des Deutschen Ledermuseums
Im Mittelpunkt der Sammlung des Deutschen Ledermuseums in Offenbach steht die Gewinnung und Verarbeitung von Leder. Dabei beschäftigt sich das Museum mit der Geschichte des Materials, aber auch mit seinem Einsatz in der heutigen Zeit.
Daneben präsentiert das Museum auch zahlreiche Exponate in seiner ethnologischen Abteilung. Überregional renommiert ist die Schwerpunktsammlung zu den Kulturen der nordamerikanischen Ureinwohner, der Native Americans.
Insgesamt verfügt das Deutsche Ledermuseum über eine Sammlung von 30.000 Exponaten, darunter sind eine Reihe außergewöhnlicher Objekte. Zu sehen sind nicht nur die Turnschuhe, in denen der spätere Außenminister Joschka Fischer 1985 seinen Amtseid als Minister der ersten rot-grünen Landesregierung in Hessen ablegte, sondern auch die ungeputzten Fußballschuhe des Fußballtorwarts Sepp Maier und die goldenen Schuhe der Sprinterin Florence Griffith-Joyner. Weitere Highlights der Sammlung sind das weltweit älteste verzierte Ledergefäß, die Aktentasche des französischen Kaisers Napoleon I. und eine der größten Schattenfiguren-Sammlungen der Welt.
[bearbeiten] Die Geschichte des Deutschen Ledermuseums
Das Offenbacher Ledermuseum wurde im Jahr 1917 von Prof. Hugo Eberhardt gegründet. Die Sammlung sollte der in Offenbach blühenden Lederwarenindustrie Anschauungsmaterial bieten. Im Jahr 1938 bezog das Museum sein auch heute noch genutztes Domizil im umgebauten „Städtischen Lagerhaus”, einem klassizistischen Gebäude aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der westlichen Innenstadt Offenbachs.
[bearbeiten] Öffnungszeiten und Führungen
Das Deutsche Ledermuseum ist von Montag bis Sonntag immer von 10 bis 17 Uhr geöffnet, montags jedoch ausschließlich für angemeldete Gruppen.
Neben thematischen Führungen gehören zum Angebot des Museums auch spezielle Führungen mit anschließender praktischer Tätigkeit für Schulklassen sowie Gruppen aus Kindertagesstätten und Behinderten-Einrichtungen. Die Pädagogen des Ledermuseums berücksichtigen bei jeder Veranstaltung das Alter und den Wissensstand der Teilnehmer. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich (Stand: Juni 2009).
[bearbeiten] Adresse
Deutsches Ledermuseum, Frankfurter Straße 86, 63067 Offenbach
Kartenansicht
[bearbeiten] Links
www.ledermuseum.de Seite des Deutschen Ledermuseums in Offenbach
