Limburger Schloss

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Das Limburger Schloss ist eigentlich eine mittelalterliche Burg, wird aber eher in der Stadt an der Lahn als Schloss bezeichnet. Die Anlage besteht aus mehreren Gebäuden, die in unterschiedlichen Epochen gebaut worden sind. Sie umschließen einen nach Norden hin offenen Hof. Heute beherbergt das Schloss das Limburger Stadtarchiv sowie die italienische katholische Gemeinde. Der Saalbau dient als Wohnung.


[bearbeiten] Lage

Das Limburger Schloss liegt unmittelbar hinter dem Georgsdom auf dem sogenannten Limburger Felsen, der steil zur Lahn hin abfällt. Zusammen mit dem Dom bildet sie den höchsten Punkt der Limburger Altstadt.


[bearbeiten] Geschichte

Wann genau die erste Burganlage auf dem Limburger Felsen errichtet wurde, ist heute unklar. Aber spätestens ab dem 9. Jahrhundert existiert an der Stelle des heutigen Schlosses eine Burg zur Sicherung des Lahnübergangs. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die Anlage immer mehr zum Schloss umgebaut. Vom 14. bis 16. Jahrhundert gehörte das Schloss zu Kurtrier und diente in erster Linie als Verwaltungssitz für die Stadt und die umliegenden Ländereien Kurtriers. Als das Herzogtum Nassau, und damit die Stadt und Schloss, an Preußen fielen, verlor das Schloss seine herrschaftliche Bedeutung.

Nachdem Teile der Anlage Jahrzehnte lang leer gestanden hatte, wurde 1863 zunächst im Saalbau eine Gewerbeschule eingerichtet, die in den folgenden Jahren immer mehr Räume des Schlosses belegte. 1929 vernichtete ein Brand den Saalbau, der aber von 1934 bis 1935 wieder aufgebaut wurde. Von 1945 bis 2000 war das Land Hessen Eigentümer des Schlosses. Der geplante Verkauf an einen privaten Investor scheiterte 1995 am Protest der Stadtbevölkerung. Als Reaktion darauf gründete sich ein Förderverein, der aus Mitteln einer eigens eingerichteten Stiftung die Anlage erhalten will. Im Jahr 2000 kaufte die Stadt Limburg das Schloss für den symbolischen Kaufpreis von einer D-Mark.

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