Messe Frankfurt

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Die Festhalle in Frankfurt
Die Festhalle in Frankfurt
Halle 3, Messegelände Frankfurt
Halle 3, Messegelände Frankfurt
Die Stadt Frankfurt ist seit dem Mittelalter ein bedeutender Handelsplatz. Auch heute ist die Stadt am Main ein internationales Messezentrum. Alljährlich findet hier unter anderem die weltweit größte Buchmesse statt und alle zwei Jahre ist die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt zu Gast.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Die Messe Frankfurt GmbH

Im Zentrum des heutigen Messebetriebs in Frankfurt steht die Messe Frankfurt GmbH, eines der weltweit größten Messeunternehmen, das zu 60% der Stadt Frankfurt und zu 40% dem Land Hessen gehört und im Jahr 2007 weltweit 1.471 Mitarbeiter hatte. Die Messe Frankfurt GmbH organisiert nicht nur die in Frankfurt stattfindenden Messen, sondern das Unternehmen organisiert auch Veranstaltungen und Messen an zahlreichen anderen Standorten der Welt.

[bearbeiten] Das Messegelände in Frankfurt

Für den Messebetrieb in Frankfurt unterhält die Messe Frankfurt GmbH mit dem Messegelände ein 578.000 Quadratmeter großes Areal im Westen der Main-Metropole, in den Stadtteilen Westend und Bockenheim. Darauf stehen neun Messehallen mit insgesamt 321.754 Quadratmetern Ausstellungsfläche und ein angeschlossenes Kongresszentrum. Ebenso Teil des Messegeländes ist die 1909 eröffnete Festhalle, die heute für Großveranstaltungen wie Konzerte genutzt wird, und der Messeturm, der bei seiner Fertigstellung im Jahr 1991 mit seiner Höhe von 257 Metern das höchste Gebäude Europas war. Diesen Titel musste der Messeturm jedoch 1997 an den ebenfalls in Frankfurt stehenden Commerzbank-Tower abgeben.

[bearbeiten] Messehalle 11 und neuer Haupteingang

Der neue Eingangsbereich der Messe. Quelle: FNP
Der neue Eingangsbereich der Messe. Quelle: FNP
Die neue Messehalle 11 und das neue Eingangsbauwerk im Westen des Messegeländes werden beide so rechtzeitig fertig, dass sie zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) 2009, erstmals genutzt werden können. Nach rund zwei Jahren Bauzeit werden Halle und neuer Haupteingang Ende Juli 09 eröffnet.
Die neue Messehalle 11 und das Portalhaus. Quelle: Messe Frankfurt
Die neue Messehalle 11 und das Portalhaus. Quelle: Messe Frankfurt
Rund 170 Millionen Euro investiert die Messe in ihre West-Erweiterung. Finanziert wird diese Summe komplett aus eigenen Mitteln des Unternehmens – ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand. Wer aus Richtung Westen ins Europaviertel fährt, dem fällt das neue Eingangsbauwerk bereits auf. Links davon befindet sich die neue Halle 11. Beide Bauwerke wurden von dem Stuttgarter Architekturbüro Hascher Jehle entworfen. Durch sie wird es künftig möglich, im Ost- und Westteil des Messegeländes zwei Veranstaltungen parallel abzuhalten. Bei großen Messen wird der neue Haupteingang vor allem die Besucher aufnehmen, die mit dem Auto anreisen. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt, wird weiterhin die Eingänge an der Friedrich-Ebert-Anlage und am Torhaus benutzen. Die neue Messehalle hat rund 24000 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

[bearbeiten] Die Frankfurter Messen

[bearbeiten] Geschichte der Messe Frankfurt

[bearbeiten] Mittelalter

Der Frankfurter Messeturm
Der Frankfurter Messeturm
Die ersten schriftlichen Belege für die Entwicklung Frankfurts zu einem der bedeutendsten Handelsplätze im Mittelalter fallen in das ausgehende 11. Jahrhundert. Um 1140 wird Frankfurt zum ersten Mal als oppidum, Stadt und Marktort, bezeichnet.

Eine besondere Qualität erreicht die Frankfurter Messe durch das Privileg von Kaiser Friedrich II., der den Messegästen 1240 den reichsweiten Geleitschutz während ihr Hin- und Rückreise zusprach. Auch während ihres Aufenthaltes in der Stadt war ihre Sicherheit gewährleistet.

Kaiser Ludwig der Bayer verlieh der Stadt Frankfurt im Jahr 1330 das Privileg, neben der Fastenmesse auch eine Herbstmesse abhalten zu dürfen. Bereits 1337 setzte Ludwig zudem fest, dass im ganzen Reich keine andere Messe errichtet werden darf, die der Frankfurter Messe schaden könne.

Das Einzugsgebiet der Frankfurter Messe war enorm: Es erstreckte sich bis Polen, Mähren, Ungarn, Tirol, das Allgäu, das Berner Oberland, Burgund, Lothringen und Flandern.

Zu den Messezeiten waren sämtliche Gasthäuser Frankfurts ausgebucht, die Messegäste kamen in Privathäusern unter. Die Messestände wurden meist auf dem Römerberg und am Mainufer aufgestellt. Allerdings fand ein großer Teil des Handels auch in den Gasthäusern und Herbergen statt. Den exklusivsten Standort erhielten die Gold- und Silberschmiede, sowie die Juweliere: Sie durften ihre Stände in den Römerhallen aufbauen.

Die Fastenmesse fand in der Regel zwischen dem vierten Sonntag vor Ostern und dem Freitag vor Palmsonntag statt, die Herbstmesse vom 15. August bis zum 8. September. Der Ablauf während der Messewochen gestaltete sich in grob in vier Teile: Den Geleitseinzug, die eigentliche Geschäftswoche, die Zahlwoche und schließlich der Geleitsabzug. Gehandelt wurde im Grunde alles; die Palette reichte von Tuchwaren und Keramik über Bücher, Getreide, Vieh, etc..

Der Frankfurter Rat war bestrebt, den Messegästen eine "gute Münze" zu bieten; d.h., die Geschäfte der Geldwechsler wurden streng überwacht. Da die Messen regelmäßig stattfanden, wurde Frankfurt mit der Zeit zu einem beliebten Ort für Geldgeschäfte. Reine Wechsel- und Kreditgeschäfte tauchten schon früh auf.

[bearbeiten] Lage

Messe Frankfurt, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt

Kartenansicht

[bearbeiten] Links

www.messefrankfurt.com Seite der Messe Frankfurt

[bearbeiten] Literatur

FFM 1200. Traditionen und Perspektiven einer Stadt. Ausstellungskatalog. Lothar Gall (Hrsg.), 1994, Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen. ISBN 3-7995-1203-9.

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