Monte Scherbelino

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Monte Scherbelino ist der Spitzname für einen Schuttberg in Frankfurt. Er liegt im Stadtwald zwischen Babenhäuser Landstraße und Darmstädter Landstraße am Autobahnkreuz Offenbach.

Der Monte Scherbelino ist etwa 47 Meter hoch und besteht aus 10-12 Mio. Kubikmetern Schutt und Scherben.

Anders als in anderen deutschen Großstädter geht seine Entstehung jedoch nicht auf die Aufräumarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Bereits 1925 wurde dieser Platz als Mülldeponie genutzt.


Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Lage

Kartenansicht

[bearbeiten] Geschichte

Der Monte Scherbelino wuchs aus einer Sandgrube hervor, die als Mülldeponie genutzt wurde. Zwischen 1925 und 1968 wurden hier rund 20 Mio. Kubikmeter Haus- und Industriemüll gesammelt, die hier bis heute teils unter- teils oberirdisch lagern.

Erst mit dem Bau der Müllverbrennungsanlage im Frankfurter Stadtteil Heddernheim konnte die Deponie geschlossen werden.

Zunächst sollte der begrünte Berg danach als parkähnliche Anlage mit Spielplatz und zahlreichen Grillplätzen dienen, der eine gute Aussicht in die Region versprach. Die Gefahr, das austretende Dämpfe und Abwässer aber Menschen verletzen könnten, wurde aber zu groß. Erst im Jahr 2007 begann eine umfassende Sanierung, die den Müllberg in ein Erholungsgebiet verwandeln soll.


[bearbeiten] Scherbelino-Weiher

Westlich des Mülbergs befindet sich ein kleiner Weiher, der als Scherbelino-Weiher bekannt ist. Er wurde wegen der häufigen Brände auf dem Müllberg früher als Löschwasser-Weiher von der Feuerwehr genutzt. Über Jahre sammelten sich Schadstoffe aus den Abfällen im Wasser. Ein Baden ist hier heute nicht möglich.


[bearbeiten] Trümmer des Zweiten Weltkriegs

Die Trümmer Frankfurts nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in der Gegend der heutigen Eissporthalle zu einem Berg aufgeschüttet, der heute aber nicht mehr zu erkennen ist.

[bearbeiten] Weitere Müllberge

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