Schloss Bad Homburg

Aus Rhein-Main-Wiki - Das Online-Lexikon für Rhein-Main

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bad Homburger Schloss
Bad Homburger Schloss

Das Schloss Bad Homburg ist das ehemalige Residenzschloss der Landgrafen von Hessen-Homburg. Heute wird das Schloss als Museum genutzt und beherbergt die Verwaltung Staatliche Schlösser und Gärten Hessen.


Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Geschichte

Seit dem Mittelalter stand an der Stelle des heutigen Schlosses die sogenannte Hohenburg der Herren von Eppstein, die der Stadt Homburg ihren Namen gab. Sie ließen die befestigte Anlage zur Sicherung der Stadt anlegen. Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde die Burg aus Geldnöten an die Grafen von Hanau verkauft. Von 1487 bis 1504 blieben diese im Besitz der Festung und verloren sie im Pfälzischen Erbfolgekrieg an Landgraf Phillip von Hessen. Dessen Sohn, Georg I. gab die Stadt mit dem Schloss an seinen jüngeren Bruder [Landgraf Friedrich I. [Friedrich]] ab und gründete so die noch von Hessen-Darmstadt abhängige Landgrafschaft Hessen-Homburg.


Landgraf Friedrich II. erweiterte die Burg zu einem repräsentativen Schlossbau. 1680 ließ er den Grundstein legen und erweiterte den von ihm "Friedrichsburg" genannten Bau im Laufe von 16 Jahren zu seinem Herrschaftssitz. Aus Geldmangel wurde der Bau aber wohl nicht fertig gestellt, und auch Friedrich III. musste, aus Mangel an Mitteln, seine sehr großzügig geplanten Bauvorhaben aufgeben.

Bis ins 19. Jahrhundert blieb das Schloss fast unverändert. Mit der Hochzeit des Landgrafen Friedrich VI. Joseph mit der englischen Prinzessin Elisabeth standen der inzwischen souveränen Landgrafschaft die Mittel zur Verfügung, den Schlossausbau wieder voranzutreiben. Bis zur Mitte des Jahrhunderts ließ man den sogenannten Königsflügel um ein Stockwerk erweitern und ausbauen und im nach Elisabeth "Englischer Flügel" genannten Teil des Schlosses zu herrschaftlichen Wohnräumen herrichten.

Nach dem Deutsch-Deutschen Krieg fiel die Landgrafschaft an Preußen. Die Hohenzollern erhoben das Landgräfliche Schloss zum Sommersitz und bauten die Residenz weiter aus. Unter Wilhelm II. erlebte das Schloss dann seine glanzvollste Zeit. Der Deutsche Kaiser ließ das Schloss renovieren und technisch auf den neuesten Stand bringen. Bis 1918 weilte Wilhelm fast jährlich in Homburg.

[bearbeiten] Nutzung

Seit dem Bau an Stelle der Hohenburg nutzten die Landgrafen von Hessen-Homburg das Schloss als Residenz. Bis ins Jahr 1815 als von Hessen-Darmstadt abhängige Landgrafschaft. Nach dem Sieg Preußens über Österreicht im Jahr 1866 ging die Landgrafschaft an Preußen über und das Schloss wurde Sommersitz der preußischen Könige und Deutschen Kaiser. Mit dem Thronverzicht Wilhelm, II. nach dem Ersten Weltkrieg blieb das Schloss ungenutzt und wurde zu einem Museum umfunktioniert. Für kurze Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, so lange Frankfurt als Hauptstadt der Bundesrepublik im Gespräch war, war das Schloss als Sitz des Bundespräsidenten geplant. Als diese Absicht verworfen wurde, blieb das Schloss weiterhin Museum.

[bearbeiten] Service

Kontakt

Schloss
61348 Bad Homburg

Tel.: (0049) (0)6172 9262-150 oder -159
Fax: (0049) (0)6172 9262147



Öffnungszeiten

Schloss ganzjährig
Museumsshop:
Montag - Freitag 9.00 - 17.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 10.00 - 18.00 Uhr


Weißer Turm:
Montag - Freitag 9.00 - 16.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 10.00 - 17.00 Uhr


Führungen:

Königsflügel / Englischer Flügel: stündlich

Dienstag - Freitag 10.00 - 16.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 11.00 - 17.00 Uhr

[bearbeiten] Literatur

  • Edition der Verwaltung der Schlösser und Gärten Hessens, Broschüre 25: Schloss Homburg vor der Höhe, herausgegeben von der Verwaltung Staatliche Schlösser und Gärten Hessen.
  • Dölemeyer, Barbara (Hg.), Geschichte der Stadt Bad Homburg vor der Höhe, Band V: Aufbruch - Tradition - Wachstum, 1948-1990.

[bearbeiten] Links

Bad Homburger Schloss auf www.schloesser-hessen.de

[bearbeiten] Lage

Kartenansicht

Neue Informationen hinzufügen: Klicken Sie hier!
Link zu dieser Seite setzen: Klicken Sie hier!
Partner von Rhein-Main-Wiki:
  • Frankfurter Neue Presse
  • Rhein-Main.Net
  • Societätsverlag