Schloss Kransberg

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Schloss Kransberg, Bildquelle: Usinger Neue Presse
Schloss Kransberg, Bildquelle: Usinger Neue Presse

Schloss Kransberg ist eine aus dem Mittelalter stammende Burganlage bei dem zu der Stadt Usingen gehörenden Dorf Kransberg im Hochtaunuskreis. Die Burg war während des Zweiten Weltkrieges Teil des Führerhauptquartiers Adlerhorst, dessen Zentrum die unweit gelegene Burg Ziegenberg war. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die zum Bunkerkomplex ausgebaute Burganlage militärisch genutzt (s.u.).

Heute steht Schloss Kransberg unter ziviler Verwaltung. Im Jahr 2000 erwarb der Unternehmer Klaus Ladefeld die Burganlage. Er ließ die militärischen Umbauten rückgängig machen und das Schloss in Teilen renovieren. Sein Konzept sah vor, die Burg als „Business Center” zu nutzen. Firmen und andere Institutionen sollten Schloss Kransberg für Konferenzen, Schulungen und andere Veranstaltungen mieten, auch Hochzeiten konnten hier stattfinden. Diesem Konzept war jedoch kein Erfolg beschieden. Bereits 2007 musste Schloss Kransberg Zwangsversteigert werden, seitdem gehört die Burganlage der HmcS-Gruppe, einer Gesellschaft für Forderungsmanagement mit Sitz in Laatzen. Zwar konnte Ladefelds „Business Center Schloss Kransberg GmbH” die Räumlichkeiten auch danach noch im Rahmen eines Pachtvertrags nutzen, Ende 2008 musste Ladefeld die Burg jedoch Räumen (Stand: Oktober 2009).

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Geschichte von Schloss Kransberg

Das Schloss Kransberg. Foto: Frank Saltenberger, Bildquelle: Usinger Neue Presse
Das Schloss Kransberg. Foto: Frank Saltenberger, Bildquelle: Usinger Neue Presse

Die Burg bei Kransberg wurde im 12. Jahrhundert vom Adelsgeschlecht der Staufer erbaut und war Teil der Verteidigungskette Friedberg-Kransberg-Königstein-Kronberg, die sich gegen die Bischöfe von Limburg richtete. Aus dieser Zeit ist heute noch der Bergfried erhalten.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer der Burg. Im Jahr 1875 gelangte die Anlage schließlich in den Besitz der Familie von Biegeleben, die das Anwesen grundlegend renovieren ließ. Seitdem wird die Burg als „Schloss Kransberg” bezeichnet.

In den 1920er Jahren wurde die Burg als Partyschloss genutzt, die Besitzerin der Anlage in dieser Zeit war eine Frau von Scheitlein.

[bearbeiten] Schloss Kransberg als militärische Anlage im 20. Jahrhundert

Im Jahr 1939 wurde Schloss Kransberg durch das Nazi-Regime beschlagnahmt und zur Bunkeranlage ausgebaut. Die Burg war Teil des Führerhauptquartiers Adlerhorst, dessen Zentrum im nahe gelegenen Ziegenberg bei der Gemeinde Ober-Mörlen lag. Nach dem Zweiten Weltkrieg, ab 1946, nutzte die britische Armee die Burg- und Bunkeranlagen und betrieb hier das Lager Dustbin, wo unter anderem Albert Speer (der führende NS-Architekt sowie Leiter der Kriegswirtschaft des Deutschen Reichs) und Wernher von Braun (ein Pionier der Raketentechnik, der zunächst für das Nazi-Regime, später für die US Army arbeitete) inhaftiert und verhört wurden. Im Sommer 1946 fand auf Schloss Kransberg zudem die erste Konferenz über biologische Waffen statt.

Später nutzten Einheiten der Bundeswehr und der amerikanischen Streitkräfte die Burganlage, darunter auch die sogenannte „Organisation Gehlen”, die Vorläufer-Organisation des heutigen Bundesnachrchtendienstes.

[bearbeiten] Schloss Kransberg unter ziviler Verwaltung

Nachdem die amerikanischen Streitkräfte Schloss Kransberg aufgegeben hatten fiel die Burg an die Erben der letzten zivilen Eigentümerin der Anlage, Frau von Scheitlein. Im Jahr 1999 verkaufte die Erbengemeinschaft das Anwesen an den Unternehmer Klaus Landefeld, der die Burg als Veranstaltungsort nutzen wollte, jedoch mit seinem Konzept scheiterte. Im Jahr 2007 wurde Schloss Kransberg zwangsversteigert. Seitdem gehört die Burganlage der HmcS-Gruppe aus Laatzen. Bis Ende 2008 konnte Landefeld die Burg noch im Rahmen eines Pachtvertrags nutzen, dann musste er Schloss Kransberg jedoch verlassen. Die HmcS-Grupp sucht nach einem Käufer für die Burg.

Nach Aussage der HmcS-Gruppe soll Schloss Kransberg von 2010 an wieder als Veranstaltungsort für Hochzeiten genutzt werden können. Auch die Außenanlagen der Burg und der Burghof stehen für nichtkommerzielle Veranstaltungen oder solche mit karitativem Hintergrund zur Verfügung. Ein Ansprechpartner hierfür kann bei der HmcS-Gruppe unter 05 11 / 7 63 33 36 21 erreicht werden (Stand: Oktober 2009).

[bearbeiten] Lage

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