Straßenbahnlinie 25
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Die Straßenbahnlinie 25 war von 1910 bis 1971 eine direkte Verbindung zwischen der Kurstadt Bad Homburg im Taunus und der Stadt Frankfurt. Die Strecke wurde am 4. Mai 1910 eingeweiht und verlief vom Bad Homburger Marktplatz über die Stadtteile Gonzenheim und Ober-Eschbach sowie den Frankfurter Stadtteil Heddernheim bis hin zur Gallus-Anlage.
Die Linie 25 wurde von der Frankfurter Lokalbahn AG (FLAG) eingerichtet und betrieben. Im Jahr 1955 wurde die FLAG von der Straßenbahn Frankfurt am Main übernommen. Die Straßenbahnlinie 25 bestand danach noch bis 1971.
[bearbeiten] Geschichte der Straßenbahnlinie 25
Die am 4. Mai 1910 eröffnete Straßenbahnlinie 25 schloss eine wichtige Lücke im Schienennetz für die Homburger Pendler. Denn die elektrische Überlandbahnlinie 25 führte vom Marktplatz über das Kurhaus, den alten Bahnhof (Rathaus) und das Rondell (Europakreisel) nach Gonzenheim und dann über Ober-Eschbach und Heddernheim bis zur Gallusanlage nach Frankfurt. Damit erhielt auch die seit 1899 betriebene Homburger Straßenbahn Anschluss an Frankfurt.
Die FLAG hatte schon bald nach ihrer Gründung im Jahr 1888 die Bedeutung der Verbindungslinien vom Taunus in die Mainmetropole erkannt und die Realisierung angestrebt. Und der Erfolg gab dem Unternehmen recht. Der Bahnhof, bislang die einzige Schienenverbindung nach Frankfurt, verlor einen Großteil seiner Fahrgäste. Er hatte „nur” noch Bedeutung für den Fernverkehr und für die Nebenstrecken nach Friedberg und Usingen. Vielen Homburger Pendlern erschien eine Fahrt nach Frankfurt mit der 25 direkter und bequemer als ein Umsteigen am Bahnhof. Doch der Erfolg der „Elektrisch” hatte auch Auswirkungen auf den innerstädtischen Schienenverkehr. Seit 1910 war der Marktplatz von zentraler Bedeutung. Hier traf die 25 auf die nach Kirdorf, Dornholzhausen und zur Saalburg fahrenden Straßenbahnen. Damit war sie zum Herzstück des innerstädtischen Verkehrs geworden.
Am 31. Juli 1935 wurde die Homburger Straßenbahn stillgelegt. Die etwa 500 Meter lange Strecke zwischen der Endhaltestelle am Marktplatz und dem Depot in der Höhestraße, wo die Wagen der Linie untergebracht waren, wurde von der FLAG übernommen.
Am 1. Januar 1955 übernahm die Straßenbahn der Stadt Frankfurt die FLAG-Strecke. Die neue Eigentümerin trieb eine Modernisierung der Strecke voran. Das war notwendig. Wegen des Zweiten Weltkriegs und der ungewissen Zukunft der FLAG waren bis dato die Arbeiten immer wieder verschoben worden. Doch auch in Bad Homburg musste man sich die Frage stellen, wie es mit dem Schienenverkehr weitergehen solle. Mit der zunehmenden Motorisierung der Städte wurde der innerstädtische Bahnverkehr immer öfter auch als Hindernis empfunden. Dazu kam ab 1958 die Konkurrenz der Stadtbusse. Dennoch entschloss man sich, die Bahn bis in die Neubaugebiete der Stadt im Norden zu verlängern.
Für die umfangreichen Arbeiten wurde ab 1962 der Streckenabschnitt zwischen altem Bahnhof und Markt stillgelegt. Was als vorübergehende Maßnahme gedacht war, wurde dann aber endgültig durch die Entscheidung der Streckenbetreiberin, künftig auf U-Bahnen zu setzen. U-Bahnen mussten aber einen eigenen Bahnkörper besitzen. So etwas war auf der engen Homburger Louisenstraße jedoch nicht machbar. Die einzige Alternative wäre eine neue Trassenführung ab Gonzenheim auf dem dann verrohrten Dornbach bis zum Alten Bahnhof gewesen.
1971 war die Strecke von Frankfurt nach Gonzenheim für die neuen Bahnen umgerüstet. An eine Weiterführung war jedoch nicht zu denken. Zu groß waren die Widerstände gegen die neue Trasse. Und so wurde Gonzenheim zur Endstation der A2. „Vorläufig”, wie es hieß. Immer wieder wurde seitdem das Thema U-Bahn-Verlängerung diskutiert, stets ergebnislos. Erst jetzt (Mai 2010) scheinen sich die Probleme lösen zu lassen. Die Verlängerung der U-Bahn ist politischer Wille und soll bis 2015 abgeschlossen werden.
Für Homburg bedeutet der 4. Mai 1910 ein wichtiges Datum, denn man erhielt eine zweite schnelle Verbindung nach Frankfurt. Die Kurstadt trug so auch ihrem Wandel Rechnung. Sie war nicht länger ausschließlich mondänes Kurbad, das einen repräsentativen Bahnhof brauchte, sie war zu einer Pendlerstadt geworden (Quelle: Taunus Zeitung, 5. Mai 2010).
