Turmpalast

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Der Turmpalast und das Nitribitt-Haus in der Frankfurter Innenstadt sind vom Abriss bedroht. Quelle: FNP
Der Turmpalast und das Nitribitt-Haus in der Frankfurter Innenstadt sind vom Abriss bedroht. Quelle: FNP
Der Turmpalast war ein Kino in der Frankfurter Innenstadt am Eschenheimer Tor. Das Kino zeigte fast ausschließlich nur Originalversionen. Vor allem englischsprachige Filme liefen hier, aber auch zunehmend türkische Originale, die ein wachsendes Publikum unter den Frankfurter Migranten fanden. 2010 wurde das Kino geschlossen. Fast 4000 Mitglieder hatten sich allein in dem Internetportal Facebook zu zwei Gruppen zusammengeschlossen, die für den Erhalt des Kinos und gegen den Abriss des Gebäudes eintraten, in dem der Turmpalast untergebracht ist.

[bearbeiten] Zukunft des Gebäudes

Die Mehrheit des Stadtparlaments will das Turmpalast-Kino und das benachbarte Nitribitt-Haus erhalten. Ein Stadtverordneter stellte am 29. April 2010 den Antrag, das Gebäude des Turmpalast-Kinos und das Apartment-Haus, in dem die Prostituierte Rosemarie Nitribitt ermordet wurde, unter Denkmalschutz stellen zu lassen. Eine breite Mehrheit sprach sich dafür aus, dieses Anliegen vom Magistrat zumindest prüfen zu lassen. Die Stadt selbst kann nicht über den Denkmalschutz entscheiden. Zuständig ist das Landesamt für Denkmalpflege. Und der zuständige Konservator habe bereits signalisiert, dass er keine Möglichkeit sehe, die beiden in den 50er Jahren errichteten Gebäude unter Schutz zu stellen. Dabei hängen viele Bürger und Kommunalpolitiker an dem Ensemble.

Auf Antrag von CDU und Grünen hat das Stadtparlament beschlossen, einen Bebauungsplan für das Areal zwischen Bleich- und Stiftstraße aufzustellen. Demnach soll die heutige Größe der Gebäude festgeschrieben werden, für das Gelände des Turmpalasts will die schwarz-grüne Koalition eine kulturelle Nutzung vorschreiben. Ganz im Osten des Areals ist ein Wohnhochhaus vorgesehen, das vor allem die SPD ablehnt. Möglicherweise ist mit einem Bebauungsplan die Originalsubstanz nicht zu retten ist. Einen Abriss könne die Stadt nicht verhindern. Aber die Nutzung könnte erhalten bleiben.

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